Beschreibung
Das Werk erzählt die Geschichte einer Straße in Lateinamerika, wo die sogenannten „Lagarteros“ warten. Lagartero leitet sich vom spanischen „lagarto“ ab; das heißt Krokodil. Die Balladensänger werden so genannt, weil sie beim Singen das Maul ebenso weit aufreißen wie ein Krokodil. Vor allem freitagabends werden die Lagarteros von jungen Männern abgeholt, um zusammen den Damen mit dem romantischen Gesang den Hof zu machen, oder einfach um die Gäste einer Feier zu unterhalten, denn Freitag ist der besondere Abend, der Abend der Liebe, der Abend voller Überraschungen, der von der Sehnsucht in den „Heiligen Freitag“, San Viernes, verwandelt wird.
Eines Tages starb der wichtigste Lagartero. Das ganze Volk versammelte sich, um von ihm ein letztes Mal Abschied zu nehmen. Die Menge weint und umarmt sich, und dabei erinnern sich alle an die Boleros, die Pasillos und die Walzer von dem Mann, dessen Stimme den Geist der Musik symbolisiert.
Der Schmerz dieses Abschieds umfasst nicht nur das Dorf allein, sondern weitet sich auf die ganze Welt aus und macht sich überall fühlbar, verkörpert durch die gespenstische Gegenwart von J. S. Bach.
Text: Marguerite Lukes














