Beschreibung
Das Stück „Laudae“ für zwei Klaviere entstand im Sommer 1983 als Kompositionsauftrag der Komponistengruppe „Acoustic 7-11“ aus Tel-Aviv. Der Titel ist archaisierend und behält seine lateinische Konnotation: übersetzt bedeutet er „Lobgesänge“. Ich erinnere mich, dass ich an diesem Werk damals sehr intensiv und konzentriert mehrere Monate arbeitete. Die Uraufführung fand im berühmten Recanati-Saal des „Museums für zeitgenössische Kunst, Tel-Aviv“ anlässlich des Besuchs von György Ligeti im Frühjahr 1984 statt. Nach dem Konzert sagte mir Ligeti, dass er in meinem Stück zwei Hauptmerkmale erkannt hatte: erstens, eine Tendenz zum Zentralklang D, welcher – nach fast jedem Aufbrechen in die unterschiedlichen Klangräume – immer wieder erreicht wird, und zweitens, den erkennbaren Einfluss von Charles Ives bei den Übereinanderschichtungen von Texturen, welche in unterschiedlichenTempi ablaufen. […]














