Beschreibung
Giordano Bruno entwarf im 16. Jh. mit seinem Werk „De umbris idearum“ (Vom Schatten der Ideen) eine faszinierende Abhandlung in der Tradition der Gedächtniskunst. Er schuf ein Denksystem, das die kombinatorische Berechenbarkeit (ganz in der Tradition von Raimundus
Lullus im 12. Jh.) von Wissen und Imagination verbinden wollte. Mit den “Schatten der Ideen”
bietet Bruno damit an, eine komplexe, aus mehreren Ebenen bestehende Realität zu verstehen.
„Das Buch über die Schatten der Ideen, eingerichtet für das Innere Schreiben.“ „Da die Ideen
die Grundformen der Dinge sind, entsprechend denen alles gebildet ist, so sollten wir uns die
Schatten der Ideen bilden, so dass sie allen möglichen Forma?? onen angepasst werden können.
Wir bilden sie in uns wie bei der Umdrehung der Scheiben. Wer irgendeinen anderen Weg
kennt, möge ihn versuchen.“
(Giordano Bruno „De umbris idearum“)















