Beschreibung
Der Zyklus befaßt sich mit einer Hieroglyphe der Renaissance wie sie in zahlreichen Abbildungen von Mantegna, Rubens etc. aufscheint. Die Lesung dieser Hieroglyphe
führt in den Begriffskreis von Gelegenheit, Zeit, Tugend, Glück, Geduld und wird in dem Essay von Rudolf Wittkower „Gelegenheit, Zeit und Tugend“ (Köln 1983, S.187ff .)
ausführlich beschrieben. Die Paradoxie des Begriffspaares Geduld und Gelegenheit
wird in Klang übersetzt und verlangt vom Cellisten eine Überwindung paradoxer
Spielweisen: das Spiel auf allen vier Saiten, was immer den gleichen Ton ergibt in
Hypneros, das zweistimmige Spiel von pizzicato und arco, was zu einem Spiel des
gegenseitigen Blockierens und Stolperns führt in Sala della Pazienzia und schließlich
das Spiel auf mehreren Saiten an den Schwingungsknoten, die den Klang sowohl als
Ordinario wie auch als Flageolett entstehen lassen, je nach Fingerdruck, gleich dem
Schicksalspendel der Tyche.













