Beschreibung
Die Partitur zum vorliegenden Werk überschrieb Paul von Klenau noch mit Sonate für Viola da Gamba (Cello) e Pianoforte, allerdings lässt sich die Solostimme auf einer Viola da Gamba kaum ohne Einschränkungen umsetzen. In Klenaus Korrespondenz finden sich daher auch ausschließlich Verweise auf eine Cellosonate. „Heute habe ich meine Cellosonate fertiggeschrieben. Ein recht ausgewachsenes Werk“, verkündete Paul von Klenau in einem Brief vom 24. November 1943 an seine zweite Ehefrau Margarethe Klimt. Die Cellosonate gehört somit zu einer Reihe von Kammermusikarbeiten, die Klenau nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Kopenhagen komponierte, und mit dort ansässigen Musikerinnen und Musikern erarbeitete.
Nachdem er das Werk einigen Revisionen unterzogen hatte, vermeldete er in einem Brief an Margarethe Klimt vom 15. Juni 1944: „Die Cellosonate, die ein gutes Stück Musik ist, habe ich vorgestern an Paulus Bache gegeben, der sie spielen wird.“ Zwei Wochen später erklang das Werk erstmals: „Heute war meine Cellosonate in einer Probe anzuhören. Es war sehr erfreulich. Paulus Bache ist ein sehr feiner Cellist. Ich spielte selber Klavier (also ein mässiger Pianist). Sie wird wohl im Herbst im Rundfunk gespielt werden mit einem ausgezeichneten Klavierspieler – Folmer Jensen.“ Die entsprechende Rundfunkübertragung oder andere Aufführungen lassen sich nicht belegen.
Nach Klenaus Tod verblieb das Manuskript im Nachlass und befindet sich jetzt in der Königlichen Bibliothek, Kopenhagen, Klenau Samling Nr. 96 (mit dem falschen nachträglichen Vermerk „1941“). Es diente als Grundlage für die vorliegende Erstausgabe.
Gerrit Bogdahn

















