Beschreibung
Die Klanglichkeit der hebräischen Urfassung des 117. Psalms hat mich zu einer Vertonung dieser originalen Version angeregt, die im musikalischen Charakter nicht der üblichen Tradition folgt.
Das weit über 2000 Jahre alte in Gemeinschaft gebetete Gotteslob erklingt in dieser kompositorischen Auslegung von 1990 in meditativ-nachdenklichem Charakter, der durch das langsame Tempo, dunkle Chorfarben und den Ton der Glocke geprägt wird. Das hebräische Wort „le olam“ („in Weltzeit“) gegen Schluss des Psalms habe ich mit seinem lateinischen und seinem griechischen Pendant kontrapunktiert („in aternum“/“eis ton anima“): Die hier entstehende Überlagerung mehrerer Ostinati ist zeichenhaft für die Universalität von Zeit und Raum als Antwort auf die Universalität Gottes. Die Komposition erfährt ihre Gliederung durch die musikalische Formel des „Hallelu“.
O.B.
















