Beschreibung
In Leonardos Denken ist die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft fließend. Dabei definiert er die Malerei als „genaue Erforschung“: Der Maler schafft neue Formen, die in ihrer Struktur ähnlichen Gesetzen folgen wie die Natur selbst. Meine Textauswahl für die 7-sätzige Komposition „Leonardo-Fragmente“ folgt dem Prinzip der Vielfältigkeit in Leonardos Betrachtungen: seine Reflexionen über Schatten und Dunkelheit (I.), über den Streit des Malers mit der Natur (II.), über die Anmut und Zartheit der Gesichter (III.), Leonardo selbst, die dunkle Höhle betrachtend (IV.), die Bewegungen der Luft (V.), die Zukunftsvision über eine ganz sphärische und unbewohnte Erde (VI.) und die weitentfernte, kreisförmige Verbreitung des Geistes im Universum (VII.).













