Beschreibung
[…]
Der leichtsinnige Titel Telefonitis lenkt vom durchaus ernsthaften Charakter der vertonten Texte ab. Neben dem theatralisch-humoristischen Aspekt ist die Partitur eine Anspielung an die schicksalhafte Entwicklung der menschlichen Natur und seiner Gefühle, die er über die Jahrhunderte entwickelt hat, zuerst aus dem Blickwinkel der Antike heraus – sprich der griechischen Mythologie – und zuletzt im Lichte der modernen wissenschaftlichen Errungenschaften. Anfangs ist die Interpretin eine Personifizierung einer von Tatendrang besessenen Beamtin am Telefonhörer, sozusagen eine verkörperte Darstellung der „telefonitischen“ Neurose. Es wird sich aber im Laufe der Interpretation der Partitur herausstellen, dass das „Fräulein vom Amt“ in Wahrheit eine sprachgesteuerte Assistentin ist (künsliche Intelligenz – KI).
Claude LENNERS
(1. Dezember 2021)













