Beschreibung
Mit „Songlines“ werden Gesänge der Australischen Ureinwohner bezeichnet, in denen diese rituell ihre Mythen darstellen. In trancehaftem „Dreaming“ bei Tanz und Didgeridoo-Gedröhn verbinden sich die dunkelhäutigen Aborigines in ihrer Musik mit dem kosmischen Geschehen und erinnern sich ihrer Herkunft. Dabei erscheint ihnen ihre Umgebung als von übermenschlichen Wesen bewohnt. Da es nach Auffassung der Stammesangehörigen unheilvolle Folgen haben kann, wenn man allzu früh nach einem Todesfall den Namen eines Verstorbenen ausspricht, nennen beispielsweise die Warlpiri den Toten „Kumanyayi“, d.h. soviel wie „Irgendjemand“.
Diese Vorstellungen haben bei dem Komponisten zu dem Stück „Kumanyayi“ geführt, bei dem nicht nur Flöte gespielt, sondern mit dem ganzen Körper musiziert wird. Das Stampfen der Füße wird durch kleine Rasseln betont, die sich der Spieler/die Spielerin an die Fußgelenke gebunden hat, und die Aktionen der Hände gehen häufig in percussiv erzeugte Klänge über. Außerdem erzeugt der Spieler/die Spielerin Töne und Geräusche mit dem Mund.
Hinzu treten die Klänge einer CD-Zuspielung, in denen der Komponist eine Reihe von ihm selbst aufgenommener Naturklänge zu einer das solistische Geschehen untermalenden „Soundscape“ verbunden hat. Zur besseren Verschmelzung der Klänge empfiehlt sich eine geringfügige Verstärkung der Flöte mit etwas Hall.














