Beschreibung
Es gibt jetzt vielleicht eine neue Freiheit, sich der Tradition anzunähern, wie Dieter Schnebel es formulierte; immer noch von Weitem zwar, aber doch um ihre unaufhörlichen Wandlungen, ihre Vieldeutigkeit, ihre Lebendigkeit zu erfahren – z.B. in den „Momenten“ Schuberts. Tonalität etwa begegnet hier etwas uneigentlich, collagiert, verfremdet, auch ein wenig „traditionell“, aber immer in Anführungszeichen.
Die Notation hat im Gegensatz zu den elaborierten Formen der Neuen Musik einen bewusst vereinfachenden, im Prinzip andeutenden Charakter, der dem interpretierenden Musiker begegnen möchte.
Der Zyklus ist nicht als eine geschlossene Komposition gedacht, sondern als eine Sammlung von Kompositionen. Der Interpret möge nach seinem Geschmack wählen. Ich würde nicht mehr als drei oder vier Stücke für eine Aufführung auswählen – natürlich wäre dann innerhalb eines größeren Programms eine zweite Aufführung möglich.
Ernstalbrecht Stiebler















