Caspar René Hirschfeld

Tanz des Nöck op. 118 für Violine solo (2012)

Besetzung: Violine
Violine
Dauer (h:m:s): 00:07:00
Geheftet
Format: 23 x 31 cm
Seiten: 8
Gewicht: 62 g
Verlag Neue Musik GmbH / NM4526
ISMN: 9790203273653
ISBN: 9783733338718

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Beschreibung

Nöck (schwedisch: näcken, norwegisch: nøkken), der nordische Bruder der im deutschsprachigen Raum bekannteren Nixe, lebt nach skandinavischer Mythologie in Flüssen, Bächen und Strömen. Ähnlich der Lorelei lockt er Menschen zu sich in’s tiefe Nass, ohne dass je bekannt wurde, was dort unten mit den entführten Menschen geschieht, denn zurückgekehrt ist noch niemand. Im Unterschied zur Nixe lockt der Nöck nicht mit Gesang, sondern mit seinem Geigenspiel.
Seine natürliche Erscheinungsform ist die eines nackten jungen Mannes, der auf einem Stein im Wasser sitzt und Fiedel spielt. Darüber hinaus besitzt er jedoch die Fähigkeit, sich in nahezu jede Gestalt zu verwandeln, die ihm bei seiner Verführung hilfreich ist. So erscheint er bisweilen als hübsches Mädchen, als wackerer Jüngling, verspieltes Kind, hilfesuchender Greis oder eine seiner häufigsten Gestalten – lebhaften Fohlen. Bei all dem hat er aber nur ein Ziel, die Menschen, die ihm verfallen, in die Tiefe des Wassers zu ziehen.
Gleichzeitig berichtet die Mythologie aber auch, er hätte Menschen vor Unwettern gewarnt und aus den Fluten gerettet, so dass er seiner Natur nach nicht eigentlich böse ist, sondern eher einsam, launisch und unberechenbar, begabt mit einer dem Menschen fremden, unbändigen mystischen Energie.
Er gibt die Kunst seines Geigenspiels auch an Menschen weiter, was jedoch für diese mit großem Risiko verbunden ist: Ein Spielmann, der seine Kunst vom Nöck gelernt hat, kann, wenn er aufspielt, möglicherweise nicht aufhören und spielt sich derart in Rausch dass er daran stirbt, ebenso wie diese verhängnisvolle Kraft sich auch auf jene übertragen kann, die zu seinen Weisen tanzen, so dass sie sich buchstäblich zu Tode tanzen.

Tanz des Nöck entstand 2009 und ist als nahezu klassisch angelegte Variationsfolge über die nordische Volksmelodie „Näckens Polska“ komponiert, wobei die einzelnen Variationen in einander übergehen und nicht getrennt aufzufassen sind. Außerdem beginnt das Stück nicht mit dem Thema, sondern mit einer Abstraktion bzw. einer Variation desselben in Form einer Reduktion auf die wesentlichsten tonalen Merkmale zu der es am Ende wieder zurückkehrt.




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